Zwischen Küche und Napf: BARF, gekocht oder doch was Anderes?

Selbst kochen oder Barfen – welche Fütterungsform ist wirklich sinnvoll oder geeignet für den Hund? Bei Dog’s Kitchen werfen Birgit und Mike gemeinsam mit dem Hund-Mensch-Team Lucia & Blue einen genaueren Blick auf die Vor- und Nachteile von verschiedenen Fütterungsformen. Dabei geht es um typische Herausforderungen bei BARF und selbst gekochtem Futter: von der richtigen Nährstoffzusammensetzung über die Qualität der Zutaten bis hin zu möglichen hygienischen Risiken in der Küche.

In einem anschaulichen Experiment zeigen sie außerdem, wie Fleischsaftgarung in der Küche funktioniert – also genau die schonende Zubereitungsart, nach der auch die PLATINUM Nassnahrung zubereitet wird. Die Folge, das Rezept sowie weitere Informationen zur Nassnahrung findest Du weiter unten auf dieser Seite.

Asiatische Wraps mit gezupfter Ente & Truthahn, Gemüse & Orangen-Ingwer-Sauce

Das vollständige Rezept findet Ihr auch zum Herunterladen hier.

  • 2 Orangen unbehandelt
  • 1 Stück Ingwer (ca. 5 cm, fein gerieben)
  • 1–2 EL Sojasauce
  • 2 EL Honig
  • 3 EL Sesamöl
  • frischer Koriander und Basilikumblätter
  • etwas Chili, Hoisin-Sauce und Sesam

Zubereitung:

  1. Entenkeulen mit Salz & Pfeffer würzen, im Ofen bei 160 °C ca. 1,5 Std. schmoren, bis das Fleisch weich ist. Fleisch vom Knochen lösen & mit zwei Gabeln zupfen.
  2. Truthahn kurz anbraten, saftig garen, in Streifen schneiden.
  3. Karotten, Lauch in Streifen schneiden & mit Brokkoli im Wok mit Sesamöl anschwitzen, knackig lassen. Erbsen kurz mit im Wok schwenken.
  4. Für die Orangen-Ingwer-Sauce den Orangensaft, Abrieb, Ingwer, Honig & Sojasauce einkochen lassen, bis eine leicht dickliche Sauce entsteht. Mit Sesamöl abrunden.
  5. Wraps: Dünne Pfannkuchen vorbereiten oder fertige Wraps leicht erwärmen.

FAQ

Zu einigen Punkten rund um dieses Thema lohnt sich ein genauerer Blick. Die wichtigsten Fragen beantworten wir Euch hier:

Beim BARFen spielt Hygiene eine besonders wichtige Rolle. Rohes Fleisch kann Bakterien und Keime enthalten, die sich in der Küche oder am Futterplatz verbreiten können. Deshalb sollten Arbeitsflächen, Näpfe, Schneidezubehör und Hände nach der Zubereitung gründlich gereinigt werden. Auch ein fester Futterplatz, der sich gut säubern lässt, ist sinnvoll.

Eine weitere Herausforderung – auch beim selbst Kochen – ist die richtige Zusammenstellung der Ration. Hunde benötigen nicht nur Fleisch, sondern auch Vitamine, Fette, Mineralstoffe und Spurenelemente. Diese müssen über weitere Zutaten wie Gemüse, Öle oder Ergänzungen abgedeckt werden. Wichtig ist dabei auch, dass pflanzliche Bestandteile für Hunde verwertbar aufbereitet werden. Gemüse sollte daher aufgeschlossen werden, zum Beispiel durch Kochen oder durch Pürieren oder Raspeln.

Auch viele fertig zusammengestellte BARF-Menüs sind für sich genommen kein vollständiges Alleinfutter und müssen häufig noch mit zusätzlichen Komponenten ergänzt werden.

Wird die Fütterung nicht sorgfältig geplant, kann es langfristig zu einer unausgewogenen Nährstoffversorgung kommen. BARFen und selbst Kochen erfordern daher ein gewisses Maß an Wissen spezifisch zur Hundeernährung, Planung und Sorgfalt, damit Hunde dauerhaft ausgewogen versorgt werden.

Für die Rohfütterung von Hunde (BARF) können grundsätzlich verschiedene Fleischsorten verwendet werden, zum Beispiel Rind, Lamm, Geflügel, Wild oder Pferd. Entscheidend ist dabei nicht nur die Fleischart, sondern insbesondere die Qualität des Fleisches sowie ein sorgfältiger hygienischer Umgang.

Rohes Fleisch kann natürliche Bakterien oder Parasiten enthalten. Deshalb sollten Kühlketten eingehalten werden und die Lagerung, Verarbeitung sowie Fütterung besonders hygienisch erfolgen. Arbeitsflächen, Näpfe, Schneidewerkzeug und Hände sollten nach dem Kontakt mit Rohfleisch gründlich gereinigt werden. Gerade bei Geflügelfleisch ist aufgrund möglicher Keime besondere Sorgfalt im Umgang wichtig.

Schweine- und Wildschweinfleisch sollten roh grundsätzlich nicht verfüttert werden, da sie Träger des Aujeszky-Virus sein können. Durch ausreichendes Erhitzen wird dieses jedoch unschädlich gemacht, sodass Schweinefleisch gekocht problemlos verfüttert werden kann und für Hunde eine hochwertige Proteinquelle darstellt. Auch bei der Zubereitung durch Fleischsaftgarung wird das Fleisch ausreichend erhitzt, wodurch mögliche Erreger zuverlässig unschädlich gemacht werden.

Die Fleischsaftgarung ist eine einzigartige Zubereitungsmethode für Frischfleisch, deren Ursprung in der Küche liegt und nicht in der Futtermittelindustrie. Dabei wird frisches Fleisch schonend bei niedriger Temperatur im eigenen Fleischsaft gegart.

Der Fleischsaft des Frischfleisches ist von Natur aus reich an wertvollen Nährstoffen wie Proteinen, Kreatin und Eisen. Durch die schonende Zubereitung bleiben der natürliche Geschmack des Fleisches sowie seine Nährstoffe erhalten.

Außerdem wird der Nahrung kein Wasser oder Brühe zugesetzt. Dadurch ist sie nährstoffreicher als herkömmliches Futter und es wird eine geringere Fütterungsmenge – gerade bei der Nassnahrung – benötigt. Gleichzeitig sorgt der Fleischsaft für einen natürlichen fleischigen Geschmack und bei der Trockennahrung für kaubar-weiche Stückchen.

Alle Hundenahrungsprodukte werden mittels Fleischsaftgarung zubereitet – von der Trockennahrung über Nassnahrung bis hin zu den Snacks – um das Beste aus Frischfleisch herauszuholen.

Beim BARF (Biologisch Artgerechte Rohe Fütterung) setzt sich die Fütterung mit rohen Zutaten wie Fleisch, Innereien, Knochen, Gemüse und Ölen zusammen. Damit der Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird, muss die Ration sorgfältig zusammengestellt und auf die Qualität der Zutaten geachtet werden.

Auch bei selbst gekochtem Futter werden die Mahlzeiten selbst zubereitet und zusammengestellt. Der Unterschied zum BARFen besteht darin, dass die Zutaten vor der Fütterung gegart werden. Wie beim BARFen ist aber auch hier eine ausgewogene Zusammensetzung und Qualität der Zutaten entscheidend, um eine ausreichende Versorgung mit allen Nährstoffen sicherzustellen.

Nassnahrung aus Fleischsaftgarung hingegen ist eine Alleinnahrung. Ihre Zusammensetzung ist so abgestimmt, dass der Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird, ohne dass Zusätze zur Deckung des Nährstoffbedarfs eines gesunden Hundes hinzugefügt werden müssen.

Menu Adult Duck + Turkey

Nassnahrung aus Fleischsaftgarung

  • Aus frischem Enten- und Truthahnfleisch
  • Zubereitet im eigenen Fleischsaft
  • Kein Zusatz von Wasser oder Brühe
  • Vollwertige Alleinnahrung
  • Verfügbar in vorteilhaften 12er Gebinden
ab 15,60 €
inkl. MwSt. , zzgl. Versandkosten
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