Wir räumen auf: Mythen in der Hundeernährung

Was ist dran an den vielen Mythen rund um die Hundeernährung? In der sechsten Folge von Dog’s Kitchen nehmen Birgit und Mike gemeinsam mit dem Hund-Mensch-Duo Reinhilda & Hummel verbreitete Annahmen rund um die Hundeernährung unter die Lupe. Dabei wird deutlich, warum sich bestimmte Aussagen so hartnäckig halten – und wie viel Wahrheit tatsächlich in ihnen steckt.

In einem spielerischen Mythen-Memory greifen sie bekannte Aussagen auf, unter anderem zur Fütterung von Schweinefleisch, zur Zahnpflege durch Trockenfutter oder zur Wirkung von Proteinen auf das Verhalten von Hunden, und gehen der Frage nach, was wirklich dahintersteckt.

Die ganze Folge, das Rezept und weitere Hintergrundinformationen sowie die gezeigte Hundenahrung findest Du weiter unten auf dieser Seite.

Gegrilltes Iberico-Kotelett mit Kartoffelchips, Brokkoli-Tempura & Tomatenmarmelade

Das vollständige Rezept findet Ihr auch zum Herunterladen hier.

  • 80 g Mehl
  • 50 g Maisstärke
  • 200 ml eiskaltes Mineralwasser
  • 1 Ei
  • Öl zum Frittieren
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer & Rosmarin

Zubereitung:

  1. Die Iberico-Koteletts mit Olivenöl, Salz, Pfeffer & Rosmarin marinieren. In der Pfanne oder auf dem Grill scharf anbraten, im Ofen bei 140 °C ca. 8–10 Min. rosa garziehen.
  2. Für die Kartoffelchips die Kartoffeln dünn hobeln, in Öl goldbraun frittieren oder im Ofen knusprig backen und anschließend salzen.
  3. Für die Tomatenmarmelade die Tomaten häuten, entkernen & würfeln. Schalotte anschwitzen, Tomaten, Zucker & Essig zugeben und bei mittlerer Hitze ca. 30–40 Min. einkochen lassen, bis eine marmeladige Konsistenz entsteht. Mit Salz & Pfeffer abschmecken.
  4. Für Brokkoli-Tempura den Teig aus Mehl, Maisstärke, Ei & eiskaltem Mineralwasser nur kurz verrühren. Die Brokkoliröschen in Teig tauchen & in heißem Öl knusprig ausbacken, anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen und leicht salzen.

FAQ

Zu einigen Punkten rund um dieses Thema lohnt sich ein genauerer Blick. Die wichtigsten Fragen beantworten wir Euch hier:

Nein, Hunde sind keine reinen Fleischfresser. Ihr Verdauungssystem ist zwar primär auf die Verdauung von Fleisch ausgelegt, hat sich aber im Laufe der Zeit an eine Ernährung auch mit pflanzlichen Komponenten angepasst.

Durch das Zusammenleben mit dem Menschen hat sich unter anderem die Fähigkeit verbessert, Kohlenhydrate zu verdauen, etwa durch das Enzym Amylase, das bei der Aufspaltung von Stärke hilft.

Für eine ausgewogene Ernährung ist daher eine Kombination aus Fleisch, Fetten und Kohlenhydraten wichtig. Fette und Kohlenhydrate liefern dem Hund schnelle Energie, wobei ein großer Teil der Energie in der Regel aus Fetten stammt.

Lange hielt sich das Gerücht: Schweinefleisch sei für Hunde ungeeignet – aus Angst vor dem Aujeszky-Virus, der für Hunde tatsächlich tödlich sein kann. Wird Schweinefleisch jedoch ausreichend erhitzt, sterben potenzielle Krankheitserreger zuverlässig ab. Schweinefleisch ist also bei Hundefertignahrung nicht nur unbedenklich, sondern stellt eine hochwertige alternative Proteinquelle dar.

Besonders das Fleisch des Iberischen Schweins zeichnet sich durch seine Zusammensetzung aus: Es ist cholesterinarm, reich an ungesättigten Fettsäuren und enthält viel Vitamin B1, ein wichtiges Coenzym des Energiestoffwechsels. Als selten verwendete Proteinquelle eignet sich Iberico-Schwein zudem hervorragend für Hunde mit Unverträglichkeiten oder Allergien.

Das Bild vom Trockenfutter als „Zahnbürste“ für Hunde ist weit verbreitet, hält einer genaueren Betrachtung jedoch nicht stand. Hunde besitzen ein sogenanntes Reißgebiss, das darauf ausgelegt ist, Beute zu greifen und zu zerteilen – nicht auf langes, gründliches Kauen wie bei Pflanzenfressern. Zudem sind Hunde von Natur aus Schlingfresser, sodass sie große Stücke ihrer Nahrung meist schnell herunterschlucken oder nur kurz zerkleinern.

Der mechanische Reinigungseffekt harter Kroketten ist entsprechend begrenzt und hat meist nur einen sehr geringen bis keinen Einfluss auf die Zahngesundheit. Entscheidend ist vielmehr eine regelmäßige Zahnpflege, etwa durch Zähneputzen.

Nein, Proteine machen Hunde weder hyperaktiv noch aggressiv. Dieses Gerücht hält sich zwar hartnäckig, ist jedoch nicht korrekt.

Auch die Menge an Protein im Futter ist dafür nicht verantwortlich. Wenn ein Hund Verhaltensauffälligkeiten zeigt, liegt das meist an einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren wie Erziehung, Auslastung oder einer unausgewogenen Zusammensetzung des Futters.

Die Reihenfolge der Zutaten gibt an, in welchem Anteil sie im Hundefutter enthalten sind. Die Zutat mit dem größten Anteil steht an erster Stelle, danach folgen die weiteren Bestandteile in absteigender Reihenfolge nach Gewicht.

Allerdings kann diese Darstellung auf den ersten Blick irreführend sein. Manche Hersteller führen ähnliche Zutaten, zum Beispiel verschiedene Kohlenhydratquellen, einzeln auf. In der Deklaration erscheinen sie dann weiter hinten, obwohl ihr Gesamtanteil zusammengenommen deutlich höher sein kann als der Anteil einzelner Zutaten wie Fleisch.

Deshalb lohnt es sich, die Zutatenliste genauer zu betrachten und ähnliche Bestandteile gedanklich zusammenzufassen, um die tatsächliche Zusammensetzung besser einschätzen zu können.

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