Jucken, Kratzen, Durchfall… und doch keine Futterallergie

Stecken hinter Juckreiz, Kratzen oder Verdauungsproblemen beim Hund wirklich immer Futtermittelallergien? In der fünften Folge von Dog’s Kitchen beleuchten Birgit und Mike dieses Thema gemeinsam mit dem Hund-Mensch-Team Anja & Monty differenziert. Dabei wird deutlich: Kein einzelnes Symptom weist eindeutig auf eine Futtermittelallergie hin, und der Verdacht wird oft vorschnell geäußert. Tatsächlich sind echte Futtermittelallergien vergleichsweise selten, während Umweltallergien deutlich häufiger auftreten.

Neben der Einordnung möglicher Ursachen gehen sie auch darauf ein, welche Rolle die Qualität der Zutaten und der Herstellungsprozess spielen können. In einem Experiment wird veranschaulicht, wie Hundefutter mit Fleischmehl hergestellt wird und was bei der Verarbeitung von Proteinquellen unter hohen Temperaturen passiert.

Alle Inhalte zur Folge – vom Video über das Rezept bis hin zum Produkt und weiteren Hintergrundinformationen – findest Du weiter unten auf dieser Seite.

Lammragout mit Cranberry-Chutney, Karottenreis & Butter-Fingermöhren

Das vollständige Rezept findet Ihr auch zum Herunterladen hier.

  • 4 EL Honig oder Ahornsirup
  • 80 g Butter
  • 6 EL Olivenöl
  • 1–2 TL frischer Thymian (gehackt)
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • 1 TL mildes Paprikapulver
  • 1 Packung Krabbenchips
  • 1 kl. Bund Minze

Zubereitung:

  1. Karottenreis: Reis in leicht gesalzenem Wasser halbgar kochen, Rest der Flüssigkeit durch Karottensaft ersetzen und fertig garen. Das ergibt eine kräftige Farbe & Süße.
  2. Lammhüfte in Würfel schneiden. In Olivenöl anbraten, mit Salz, Pfeffer & Thymian würzen, mit etwas Geflügelfond angießen und 15 – 20 Min. schmoren.
  3. Cranberry-Relish: Cranberrys mit gewürfelten Äpfeln, gehackter Zwiebel, Honig und etwas Wasser bei kleiner Hitze einkochen (10–15 Min.), süß-säuerlich abschmecken.
  4. Fingermöhren: Babykarotten schälen (Grün dranlassen, wenn möglich). In gesalzenem Wasser 3–4 Min. blanchieren, dann in Butter schwenken und leicht mit Salz & Zucker würzen.
  5. Brokkoli blanchieren, dann in Olivenöl kurz schwenken.
  6. Krabbenchips: Kurz vor dem Servieren in heißem Öl aufpoppen lassen. Im selben Öl die Minze frittieren.

FAQ

Zu einigen Punkten rund um dieses Thema lohnt sich ein genauerer Blick. Die wichtigsten Fragen beantworten wir Euch hier:

Die Symptome einer Futtermittelallergie sind oft unspezifisch und können sich zum Beispiel durch Verdauungsprobleme, Juckreiz, Kratzen, Lecken oder Beißen äußern. Allerdings haben diese Beschwerden nicht immer mit dem Futter zu tun.

Um eine Futtermittelallergie festzustellen, ist eine Ausschlussdiagnostik notwendig. Dabei werden zunächst andere mögliche Ursachen wie Parasiten oder Umweltfaktoren vorher abgeklärt, da diese deutlich häufiger vorkommen.

Allergietests wie Blut- oder Hauttests können bei der Abklärung unterstützen, liefern bei Futtermittelallergien jedoch keine verlässlichen Ergebnisse.

Erst wenn andere Auslöser ausgeschlossen sind, erfolgt eine Ausschlussdiät mit einer klar definierten Futterquelle. Dabei erhält der Hund über einen Zeitraum von in der Regel 6 bis 8 Wochen ausschließlich eine Protein- und Kohlenhydratquelle, die er zuvor noch nicht bekommen hat. Wichtig ist, in dieser Zeit konsequent auf alles andere Futterquellen wie Snacks, Kauartikel oder Tischreste zu verzichten.

Verbessern sich die Symptome während dieser Phase, kann anschließend durch eine gezielte Wiedereinführung einzelner Bestandteile überprüft werden, worauf der Hund reagiert.

Da die Symptome auch durch Faktoren wie Zusammensetzung, Qualität oder Herstellungsverfahren des Futters beeinflusst werden können, ist eine sorgfältige und strukturierte Vorgehensweise besonders wichtig. Die Durchführung einer Ausschlussdiät sollte daher immer gewissenhaft und im Zweifel in enger Abstimmung mit einem Tierarzt oder Ernährungsberater erfolgen.

Wichtig: Eine solche Ausschlussdiät kann nicht mit einem herkömmlichen Fertigfutter durchgeführt werden, da dieses in der Regel mehrere Protein- und Kohlenhydratquellen sowie weitere allergieauslösende Zusätze enthalten kann. Außerdem kann der Herstellungsprozess ebenfalls eine Rolle spielen, ob der Hund das Futter und die Bestandteile.

Bei anhaltenden Beschwerden wie Juckreiz oder Verdauungsproblemen ziehen viele schnell das Futter als Ursache in Betracht. Das liegt unter anderem daran, dass die Symptome unspezifisch sind und sich nicht eindeutig einer Ursache zuordnen lassen. Gleichzeitig ist das Futter ein naheliegender Faktor, der sich vergleichsweise einfach verändern lässt.

Tatsächlich können solche Symptome viele unterschiedliche Ursachen haben, darunter auch Parasiten, Umweltallergien oder emotional bedingte Trigger wie Stress.

Der Herstellungsprozess kann beeinflussen, wie gut ein Hund ein Futter verträgt. Dabei geht es meist weniger um allergische Reaktionen, sondern häufiger um Unverträglichkeiten.

Bei stark verarbeiteten Futtern kann der hohe Verarbeitungsgrad die Verdaulichkeit beeinträchtigen. Bei extrudiertem Futter entsteht während der Herstellung eine Stärkeschicht, die sich wie ein Mantel um die Krokette legt. Dieser muss im Magen zunächst aufgeschlossen werden, bevor der Hund an die enthaltenen Nährstoffe aufnehmen kann.

Auch die Verarbeitung der einzelnen Zutaten spielt eine Rolle. Werden Zutaten nicht individuell entsprechend ihrer jeweiligen Garzeit verarbeitet, kann sich das ebenfalls negativ auf die Verdaulichkeit auswirken.

Vor allem empfindliche Hunde können auf solche schwerer verdaulichen Bestandteile reagieren. In diesen Fällen liegt oft keine Futtermittelallergie vor, sondern eine individuelle Unverträglichkeit.

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