BMI beim Hund

BMI - ist dieser Wert auch bei Hunden aussagekräftig?

Laut einer Studie aus den USA hat rund ein Drittel unserer Vierbeiner zu viel auf den Rippen. Dabei kann Übergewicht nicht nur für Menschen schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen: Knochen- und Gelenkbeschwerden, Diabetes, Atemnot und eine erhöhte Anfälligkeit für Herz- und Kreislauferkrankungen. Das beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität der Hunde enorm, sondern wirkt sich auch negativ auf deren Lebenserwartung aus. Zudem führt das Übergewicht oft zu einer Reduzierung der Aktivität, was wiederrum das Gewicht noch weiter steigen lässt.

Um das Gewicht des Hundes kontrollieren zu können, wird der Besitzer oft auf den BMI verwiesen. Dieser ist in Bezug auf das Idealgewicht von Menschen bereits weit verbreitet, kann jedoch in abgewandelter Form auch als Anhaltspunkt für den Hund herangezogen werden.

Der BMI des Hundes wird auch WTH genannt, was „Weight to Height ratio“ bedeutet und damit das Verhältnis von Gewicht zu Größe bezeichnet. Zunächst ist es erforderlich, den eigenen Hund zu wiegen und messen, um den ermittelten Wert anschließend mit dem Idealwert der Rasse vergleichen zu können. Die Größe des Hundes wird dabei im Stand von Boden bis zum höchsten Punkt zwischen den Schulterblättern bestimmt.
Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass die idealen Werte von Gewicht und Größe lediglich Anhaltspunkte liefern und die tatsächlichen Werte davon, je nach Rasse, stark abweichen können. Auch das Geschlecht des Hundes sollte hierbei beachtet werden, da Hündinnen meist leichter und kleiner sind als Rüden.

Der BMI lässt sich wie folgt berechnen:

(kg / 0,45) / (cm / 2,54) = BMI

Liegt das Ergebnis der Berechnung über 3, so leidet der Hund möglicherweise bereits unter Übergewicht. In diesem Fall sollten Training sowie Ernährung entsprechend angepasst werden. Jedoch ist bei manchen Hunderassen ein Wert über 3 völlig normal und sagt bedeutet nicht unbedingt, dass der Hund übergewichtig ist.
Ab einem Wert von 2,5 ist es dennoch ratsam, dass Training auf weichere Untergründe zu verlegen, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.

Wir haben für Sie beispielhaft den BMI-Wert zehn verschiedener Rassen anhand von Idealgewicht und Idealgröße errechnet:

BMI beim Hund

Die Bestimmung des BMI als Kontrolle des Hundegewichts ist kritisch zu betrachten und sollte nur als grober Richtwert angesehen werden. Dieser betrachtet nicht, ob ein Hund tatsächlich adipös oder aber nur muskulär ist. Jedoch zeigt er auf, wie viel Anstrengung ein Hund aufbringen muss, um den Körper in Bewegung zu setzen. Je höher der Wert, desto anstrengender für den Hund.
Um den Gewichtszustand des Hundes bewerten und möglicherweise Übergewicht feststellen zu können, sollten weitere Methoden hinzugezogen werden. Dafür eignet sich beispielsweise der Body Condition Score (BCS), der den Hund nach sicht- und spürbaren Merkmalen von Übergewicht prüft. Da sich die Zunahme des Hundes in der Regel an Brustkorb, Lendenwirbelsäule und Bauch zeigt, können zur Kontrolle die Rippen ertastet werden. Sind diese seitlich leicht (und nicht ausgeprägt) zu spüren, liegt der Hund im Bereich des Idealgewichts. Auch sollte die Taille von oben gut erkennbar und eine eingezogene Bauchlinie von der Seite sichtbar sein.


Mehr dazu erfahren Sie auch hier in einem weiteren Beratungsartikel.

 

 
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