Hundenassfutter im Check: Viel Fleisch oder fast nur Wasser?
Viel Fleisch oder fast nur Wasser – wie nährstoffreich ist Hundenassfutter wirklich? In der zweiten Folge von Dog’s Kitchen gehen Birgit und Mike diesem Thema gemeinsam mit dem Mensch-Hund-Team Michael & Franz auf den Grund. In einem Experiment stellen sie ein klassisches Nassfutter aus Fleisch, Gemüse und Wasser her und zeigen, warum mehr Volumen nicht automatisch mehr Nährstoffe bedeutet und woran man hochwertige Nassnahrung erkennt.
Das Video zur Folge, das vollständige Rezept sowie weitere Informationen zur PLATINUM Nassnahrung findest Du weiter unten auf dieser Seite.
Tacchino Salmato
Das vollständige Rezept findet Ihr auch zum Herunterladen hier.
Zutaten für 5 Personen
- 1 kg Truthahnbrust im Ganzen (alternativ Putenbrust), am Vortag oder mit ausreichend Zeit zum Abkühlen vorbereiten
- 300 g Lachs (gegart und ausgekühlt)
- 2 Eigelb
- 100 Rapsöl
- 50 ml Olivenöl
- 2 EL Zitronensaft
- 1 EL Kapern
- 1 TL Senf
- Salz & Pfeffer
- 2 Karotten
- 2 – 3 Brokkoli-Röschen
- Kapernäpfel, Rucola und Granatapfel zum Garnieren
Zubereitung:
- Die Truthahnbrust im Ganzen in leicht gesalzenem Wasser oder Fond sanft pochieren (ca. 30–35 Min.), bis sie gar, aber saftig ist. Abkühlen lassen (mehrere Stunden, am besten über Nacht), dann hauchdünn aufschneiden.
- Für die Mayo zuerst Eigelb mit Senf, Öl, Salz und Pfeffer mixen.
- Für die Lachs-Sauce im Tonno-Style den gegarten und ausgekühlten Lachs mit der frisch zubereiteten Mayo, Senf und Kapern fein mixen, bis eine cremige Sauce entsteht. Das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Karotten geschält und im Ganzen in Salzwasser gar kochen, anschließend auf der Aufschnittmaschine hauchdünn aufschneiden. Den Brokkoli über eine Reibe Raspeln und kurz ohne Fett in der Pfanne anrösten.
FAQ
Zu einigen Punkten rund um dieses Thema lohnt sich ein genauerer Blick. Die wichtigsten Fragen beantworten wir Euch hier:
Der Nährstoffgehalt von Nassfutter hängt stark von der jeweiligen Rezeptur ab. Entscheidend sind vor allem die Qualität der Zutaten, der Fleischanteil und der tatsächliche Wassergehalt im Futter.
Viele Nassfutter enthalten einen hohen Anteil an Wasser oder Brühe. Dadurch kann die Nährstoffdichte pro Gramm geringer sein als bei einer hochwertigen Trockennahrung. Um den täglichen Bedarf an Energie und Nährstoffen zu decken, muss der Hund deshalb oft größere Futtermengen fressen.
Ein Blick auf die analytischen Bestandteile kann helfen, die Nährstoffdichte eines Futters besser einzuschätzen. Dabei zeigt sich auch: Nassfutter enthält nicht automatisch mehr Fleisch. Je nach Rezeptur kann der tatsächliche Fleischanteil sogar niedriger sein als bei hochwertiger Trockennahrung.
Hochwertige Nassnahrung lässt sich vor allem an der Qualität der Zutaten, einem hohen Fleischanteil, einer ausgewogenen Rezeptur sowie am Herstellungsverfahren erkennen. Auch die analytischen Bestandteile geben Hinweise auf die Nährstoffdichte eines Nassfutters. Sie zeigen unter anderem den Gehalt an Protein, Fett und Feuchtigkeit und ermöglichen so einen besseren Vergleich zwischen verschiedenen Produkten.
Bei vielen Nassfuttern wird zusätzlich Wasser oder Brühe eingesetzt. Da Fleisch von Natur aus bereits einen größeren Wasseranteil besitzt, kann der Feuchtigkeitsgehalt dadurch weiter steigen. Je höher der Wasseranteil, desto geringer kann die Nährstoffkonzentration pro Gramm sein. Hunde müssen dann oft größere Futtermengen fressen, um ihren täglichen Nährstoffbedarf zu decken. Dadurch kann es zu einem stark gefüllten Magen, einem sogenannten Futterbauch kommen, was das Risiko einer Magendrehung erhöht.
Bei Nassnahrung aus Fleischsaftgarung, welche ohne zusätzliches Wasser oder Brühe zubereitet wird, ist die Nährstoffdichte viel höher. Somit lohnt sich ein Blick auf die Zusammensetzung und die analytischen Bestandteile, um die tatsächliche Nährstoffdichte und Qualität eines Nassfutters besser einzuschätzen.
Die Fütterungsempfehlung gibt an, wie viel Futter ein Hund täglich benötigt, um seinen Energie- und Nährstoffbedarf zu decken. Sie hängt unter anderem von der Energiedichte, der Nährstoffkonzentration und der Zusammensetzung der Nahrung ab.
Benötigt ein Hund sehr große Futtermengen, kann das darauf hindeuten, dass die enthaltenen Nährstoffe weniger konzentriert sind. Um seinen täglichen Bedarf zu decken, muss der Hund dann entsprechend mehr fressen.
Große Futtermengen können dazu führen, dass der Magen stark gefüllt wird und ein sogenannter Futterbauch entsteht. Ein stark gefüllter Magen erhöht wiederum das Risiko einer Magendrehung. Bei einer nährstoffreicheren Nahrung – wie der Nassnahrung aus Fleischsaftgarung – reicht dagegen eine kleinere Futtermenge aus, um den täglichen Bedarf zu decken.
Die Fütterungsempfehlung kann daher einen ersten Hinweis darauf geben, wie konzentriert die enthaltenen Nährstoffe in einem Futter sind.
Bei der Zubereitung von Nassnahrung aus Fleischsaftgarung wird frisches Fleisch schonend im eigenen Fleischsaft gegart. Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Nassfuttern werden dabei weder Wasser noch Brühe zugesetzt. Die Nahrung bleibt dadurch unverwässert und hat eine höhere Nährstoffdichte.
Das hat einen direkten Einfluss auf die Fütterungsmenge: Da die Nährstoffdichte höher ist, benötigen Hunde oft deutlich weniger Nahrung, um ihren täglichen Bedarf zu decken.
Ein Beispiel: Ein Hund mit etwa 30 kg Körpergewicht benötigt von der Nassnahrung aus Fleischsaftgarung etwa 2 × 375 g Tetra Packs pro Tag. Bei vielen herkömmlichen Nassfuttern können dagegen bis zu 5 × 400 g Dosen täglich notwendig sein, um den gleichen Nährstoffbedarf zu decken.
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