Gassi gehen: Freude für Hund und Mensch


Lange Spaziergänge oder kleine Gassi Runden gehören zum Hundealltag dazu. Hundefreunde freuen sich genau wie die Vierbeiner über die gemeinsame Zeit. Doch was gibt es beim Gassi laufen zu beachten, wie wirkt sich die Bewegung auf die Gesundheit des Hundes aus und wie viel Zeit sollte man täglich für das Gassi laufen einplanen? 

Woher kommt der Begriff „Gassi laufen“?

Der genaue Ursprung des Ausdruckes „Gassi laufen“ oder „Gassi gehen“ ist nicht ganz klar. Vermutlich hat der Begriff „Gasse“ die Herkunft geprägt. Vor allem in europäischen Altstädten finden sich zwischen den Häuserreihen viele schmale Straßen. Historisch hat man einen Vierbeiner somit „auf die Gasse geführt“ um ihm die nötige Bewegung zu bieten. Auch wenn heutzutage Ausflüge in die Natur mit Hund immer beliebter werden, hat sich der Ausdruck dennoch durchgesetzt.

Regelmäßiges Gassi gehen ist wichtig für den Hund!

Eine Gassi Runde oder ein Spaziergang ist mehr als nur Bewegung für den Hund. Die Zeit außerhalb der heimischen vier Wände ist wichtig für die Gesundheit erwachsener Hunde sowie für eine gesunde Entwicklung von Welpen.

Gründe, weswegen man regelmäßig mit dem Hund Gassi gehen sollte


Einige Triebe, die unseren Vierbeinern aufgrund der Abstammung vom Wolf zugesprochen werden, sind durch das Zusammenleben mit dem Menschen theoretisch nicht mehr notwendig. Denn der beste Freund des Menschen muss sich zum Beispiel keine Mahlzeiten selbst erbeuten. Dennoch können bei manchen Hunderassen verschiedene Triebe noch ausgeprägt sein. Dies erklärt, wie wichtig regelmäßige Bewegung in Kombination mit mentaler Förderung für die allgemeine Gesundheit des Hundes ist.

Hund will nicht Gassi gehen

Nun planen Herrchen oder Frauchen ihren Alltag sowie die Zeit mit dem Vierbeiner und plötzlich möchte dieser nicht Gassi gehen. Nicht selten verweigern Hunde die Bewegung und stellen ihre Hundehalter*innen vor ein Rätsel. Die Ursachen müssen nicht immer auf eine mangelnde Gesundheit schließen, sondern können sehr vielfältig sein.
Dieser Hund möchte nicht Gassi gehen sondern legt sich hin Manchmal verweigern Hunde das Gassi gehen

Gründe für das Verweigern vom Gassi gehen beim Hund

Die genaue Ursache für ein bestimmtes Verhalten von Hunden zu finden, ist häufig nicht so leicht. Gerade wenn man seinen Vierbeiner nicht bereits als Welpen aufgenommen hat, liegt die Vermutung nahe, dass die Fellnase in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gesammelt hat und deswegen nicht Gassi gehen will. Doch dies ist nur einer von vielen möglichen Gründen.
Weitere Auslöser können sein:
  • Verknüpfen mit negativen Erfahrungen
  • Schmerzen oder mangelnde Fitness
  • Klima, bspw. extreme Hitze oder Kälte
  • Unsicherheit
  • Angst
  • Trägheit durch falsches Futter
  • Langeweile

Tipps für mehr Freude beim Gassi gehen

Da verschiedene Hunderassen unterschiedliche Ansprüche haben, aber auch jeder Hund individuelle Bedürfnisse hat, heißt es für Sie auf Ursachen-Forschung zu gehen!

Gesundheit kontrollieren lassen

Hunde können leider nicht mitteilen, wo der Schuh drückt oder ob sie Schmerzen haben. Einige Hundevertuschen Schmerzen sogar regelrecht. Um den Stand der Gesundheit abzuklären und krankheitsbedingte Ursachen ausschließen zu können, ist ein Gesundheits-Check beim Tierarzt ratsam. Vor allem bei älteren Hunden oder Hunderassen, die zu rassespezifischen Krankheiten neigen, ist es sinnvoll, regelmäßig vorsorgliche Untersuchungen der Gesundheit durchführen zu lassen.

Abwechslung beim Gassi gehen anbieten

Wieso sollte es unseren Vierbeinern anders gehen als uns Menschen? Nichts ist demotivierender als Langeweile. Für einige Hunde und Hunderassen kann ein gleichbleibender Weg beim Gassi gehen auf Dauer langweilig werden. Der Langweile können Sie entgegenwirken, indem Sie die Zeit während des Spaziergangs abwechslungsreicher gestalten. Anregungen dafür finden Sie in unserem Ratgeber-Artikel Hundespiele für drinnen und draußen. 
Manchmal hilft es auch, wenn Sie die Route des Gassi Laufens einfach verändern. Auf neuen Wegen kann Ihr Vierbeiner andere Reize und Gerüche wahrnehmen und findet dies besonders spannend.

Trägheit durch falsches Futter

Mit einem vollen Bauch hat man selten Lust auf Bewegung –  auch das kennen wir Menschen zu gut. Die meisten Sorten von Hundefutter werden durch das Extrusionsverfahren hergestellt. Dabei wird dem Futter die Flüssigkeit entzogen. Sobald die Kroketten wieder in Kontakt mit Flüssigkeit kommen, quellen sie wieder auf. Dies führt bei Hunden zu einem Futterbauch und kann speziell nach der Mahlzeit zu Trägheit führen. Ist das Hundefutter nicht ordentlich auf die Bedürfnisse von Hunden abgestimmt, kann sich dies in der Gesundheit und Vitalität der Fellnasen niederschlagen. Hundenahrung aus Fleischsaftgarung wird im nährstoffreichen Fleischsaft gegart. Somit bleibt die Flüssigkeit aus dem Frischfleisch erhalten, die Nahrung quillt im Hundemagen nicht auf und der Vierbeiner ist fit für den nächsten Spaziergang. 

Schlechte Erfahrungen oder Angst

Sollten Sie die Vermutung haben, dass das Verweigern des Gassigehens aufgrund von Angst oder schlechten Erfahrungen besteht, versuchen Sie ihren Vierbeiner mit liebevoller Konsequenz zu motivieren. Je nach Ausprägungsart kann es helfen, den Vierbeiner durch Konfrontation und gleichzeitiges Ablenken an die entsprechende Situation zu gewöhnen und ihm Sicherheit zu geben. Am besten ist es, wenn Sie dies gemeinsam mit einem erfahrenen Hundetrainer angehen.

Spaziergang an Klima anpassen

Besonders im Sommer, wenn es draußen sehr heiß ist und asphaltierte Wege sich besonders aufheizen, sollte der lange Spaziergang in die frühen Morgenstunden oder auf den späten Abend gelegt werden. Damit schonen Sie den Kreislauf Ihres Vierbeiners und auch die Pfoten. Auch extreme Kälte hat ihre Tücken. Hunde mit wenig Fell frieren schnell. Zum Warmhalten eignet sich ein spezieller Hundemantel.

10 Fragen und Antworten zum Gassi gehen mit Hund

Damit die gemeinsamen Ausflüge zur Freude für Hundehalter*in und Vierbeiner werden, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Auch wenn das Gassi Laufen mit dem Hund selbstverständlich ist, gibt es dennoch viele Fragen. Angefangen von der passenden Leine über die Dauer des Spaziergangs bis zu rechtlichen Aspekten, haben wir uns 10 wichtigen Fragen gewidmet und diese beantwortet.

1. Wie oft muss man mit dem Hund raus?

Auch wenn es sich viele Hundehalter*innen wünschen, gibt es hier keine pauschale Antwort. Denn wie häufig ein Hund seine Bewegung draußen benötigt, hängt von vielen Faktoren ab:
  • Alter
  • Größe
  • Hunderasse
  • Dauer der Aktivität oder des Auslaufs
  • Charakter
  • Zusätzliche mentale Beschäftigungen drinnen
Nicht nur die Hunderasse und das Alter des Hundes bestimmen die Häufigkeit des Auslaufes, sondern auch die Art der Bewegung. So kann 20 Minuten Trick-Training draußen oder auch drinnen den Hund mehr auslasten als ein gemütlicher Spaziergang von 60 Minuten.

2. Wie viel Zeit brauche ich zum Gassi gehen?

Ebenso wie die Häufigkeit des Gassi Laufens ist auch die Dauer der Spaziergänge hoch individuell und abhängig von den genannten Faktoren. Häufig stößt man auf Empfehlungen von zwei großen Spaziergängen am Tag zuzüglich 2 kürzerer Gassi Runden. Dies können Sie sich als grobe Richtlinie merken, jedoch sollten Sie die Bewegung an die Bedürfnisse und die Gesundheit Ihres Hundes anpassen. 
Ein weiterer Faktor ist das Wetter. Welpen oder kälteempfindliche Hunderassen sollten bei besonders niedrigen Temperaturen nicht zu lange draußen sein und sich regelmäßig drinnen aufwärmen. Aber auch extreme Hitze gilt es zu meiden. So dürfen Sie im Sommer ohne schlechtes Gewissen den Spaziergang mittags kürzen und die Zeit vorwiegend morgens oder abends anhängen.

3. Welche Leine ist zum Gassigehen am besten geeignet?

Mit welcher Leine Sie Ihren Vierbeiner Gassi führen, ist abhängig von der Funktion, Ihrer persönlichen Vorliebe und gegebenenfalls bedingt durch die Hunderasse. Hier erhalten Sie einen groben Überblick über die gängigsten Arten von Hundeleinen:

Art der Leine Funktion Länge
Führleine Klassiker, zum körpernahen Führen des Hundes an der Leine beim Gassi gehen Ca. 1,5 m – 2 m, ggf. verstellbar
Retriever Leine
Kombiniert Halsband und Leine Ca. 1,5 m – 2 m
Roll- oder Flexileine Lässt sich je nach Distanz des Hundes beim Gassi gehen ein- und ausziehen Durchschnittlich 4 m- 10 m
SchleppleineLange, leichte Leine, eignet sich zum Training, oder wenn Hund ohne Leine nicht sicher läuft Große Spanne von ca. 5 m – 20 m Länge
Koppel- oder ZwillingsleineLeinenerweiterung zum Anleinen mehrerer Hunde an einer Leine Länge ist abhängig von der gewählten Grundleine
Natürlich gibt es noch weitere Arten von Leinen, wichtig ist jedenfalls, dass Sie immer eine Leine dabeihaben! Auch wenn der Spaziergang ins Grüne, fernab von anderen Menschen geht, müssen Sie Ihren Hund in bestimmten Situationen anleinen können. Doch Achtung, in manchen Bundesländern oder Städten gibt es neben der Leinenpflicht auch Vorschriften zur Länge der Leine. Gehen Sie in Berlin zum Beispiel in die Fußgängerzone, in der es große Menschenansammlungen gibt, darf die Leine nur einen Meter lang sein. Bei Welpen, die noch nicht leinenführig sind, empfiehlt es sich für das Gassi gehen ein Geschirr anzuziehen.

4. Wo besteht Leinenpflicht in Deutschland?

Die Leinenpflicht ist zunächst von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt.
Es gibt allerdings Orte, die in einem Bundesland ohne Leinenpflicht liegen, in denen der Hund dennoch an die Leine muss. Auf Wegen außerhalb des Ortes, darf sich der Hund beim Spaziergang frei bewegen. Da es aber auch saisonale Besonderheiten wie zum Beispiel die Brut- und Setzzeit gibt, ist es ratsam, dass Sie sich ortsspezifisch informieren.

5. Gassi laufen vor oder nach dem Essen?

Generell empfiehlt es sich, dass der Hund nach seiner Mahlzeit eine kleine Verdauungspause bekommt. Denn wildes Toben oder das Wenzeln auf dem Rücken, kann vor allem bei größeren Hunderassen zu einer Magendrehung führen. Manche Hunde oder Hunderassen haben die Neigung draußen nach Essbarem zu suchen. Hat der Hund vor einem längeren Spaziergang noch keine Mahlzeit erhalten, kann dieser Drang verstärkt werden. Für einen „hungrig“ suchenden Hund mit ausgeprägtem Appetit, wäre ein ausgelegter Giftköder eine große Gefahr.
Von daher gilt auch hier, wägen Sie individuell ab. Auch die Qualität des Hundefutters kann den Unterschied machen. Bekommt der Vierbeiner Hundefutter, das im Magen noch aufquillt (wie z. B. extrudiertes Futter), sollte die Futterruhe vor dem Gassi gehen länger sein als zum Beispiel bei fleischsaftgegarter Hundenahrung.

6. Was gehört bei einem langen Spaziergang in die Gassitasche für Hunde?

Bei langen Spaziergängen oder Wanderungen über mehrere Stunden dürfen Sie dem Hund auch etwas Proviant wie Snacks und Wasser einpacken. Um alle Utensilien unterzubringen, eignen sich spezielle Gassitaschen. Vor allem Trinkpausen sind bei konstanter Bewegung über eine längere Zeit wichtig für die Gesundheit des Vierbeiners. In unserem Ratgeber-Artikel „Wandern mit Hund“ finden Sie ausführliche Tipps sowie eine Checkliste für Ausflüge mit Ihrem Vierbeiner. 

7. Wie lange hält ein Hund ohne Gassi gehen aus?

Generell können ausgewachsene Hunde einige Stunden ohne Gassi gehen aushalten. Nachts halten Hunde durchaus bis zu 8 Stunden aus, ohne sich draußen lösen zu müssen. Bei Welpen ist dies noch nicht der Fall und sie sollten ca. alle 2 Stunden die Möglichkeit bekommen sich zu erleichtern. Spürt man, dass ein Welpe auch während der Nacht weniger häufig raus muss, kann man die Zeit langsam erhöhen. Tagsüber sollte man diese Zeit nicht ausreizen und dem Vierbeiner möglichst regelmäßigen Auslauf und Bewegung bieten. Stubenreine Vierbeiner melden sich in der Regel spätestens dann, wenn sie dringend nach draußen müssen. Welpen hingegen können dies noch nicht.

8. Was passiert, wenn man mit dem Hund nicht Gassi geht?

Die erste Konsequenz ausbleibender Gassi Runden wird das Erleichtern im Haus sein. Ausgewachsene, gesunde Hunde machen dies jedoch äußerst ungern. Bietet man seinem Hund über längere Zeit zu wenig Bewegung und Auslastung kann dies weitere Folgen haben:
  • Langweile oder Frustration
  • Gewichtszunahme durch mangelnde Bewegung
  • Übersprungshandlungen, um überschüssige Energie loszuwerden
Vor allem der letzte Punkt kann unter Umständen für Mensch, Hund und andere Tiere gefährlich werden.

9. Wie viel Bewegung dürfen Welpen haben?

Da Welpen noch nicht von Beginn an stubenrein sind und auch erst ab einem gewissen Alter ihre Blase kontrollieren können, sollten sie häufiger nach draußen als erwachsene Hunde. Dafür muss für die Dauer des Spaziergangs weniger Zeit eingeplant werden. Denn die Faustregel besagt, dass Welpen pro Lebenswoche 1 Minute spazieren dürfen. Ist ein Welpe also 12 Wochen alt, sollte er pro Spaziergang ca. 12 Minuten gehen. Mit steigendem Alter kann zum einen die Zeit und zum anderen die Intervalle zwischen den Gassi Runden langsam erhöht werden. Das Kennenlernen anderer Tiere sowie Spielen oder das Erkunden des Gartens müssen Sie in diese Zeit nicht einkalkulieren. Wildes Toben sollte aber nicht unterschätzt werden und gegebenenfalls abgebrochen werden, um den Welpen zur Ruhe zu bringen. Denn einige Hunderassen spüren gerade im Welpenalter nicht, dass sie bereits müde sind und sich ausruhen müssten. Weitere hilfreiche Tipps zum Umgang mit Welpen finden Sie in unserer Welpenfibel.

10. Wie viele Kalorien verbraucht ein Hund beim Gassi gehen?

Der Kalorienbedarf ist sehr individuell, da er abhängig ist von der Hunderasse sowie von Alter, Größe und Gewicht des Hundes ist. Außerdem ist Spaziergang nicht gleich Spaziergang. Manche Hunde trotten gemütlich und andere Hunderassen legen einen zügigen Laufschritt an den Tag. Es macht ebenfalls einen Unterschied, ob der Hund an der Leine geführt wird oder ob er hauptsächlich im Freilauf ist. Sie sehen, das Thema ist sehr komplex. Daher empfehlen wir, hier mehr über den Kalorienbedarf des Hundes zu lesen.

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